Ist es möglich einen Menschen zu lesen, ihn zu verstehen, ohne auch nur ein Wort mit ihm zu sprechen? Die Antwort lautet ja, und zwar mithilfe seiner Körpersprache. Die Körpersprache ist die wohl ehrlichste Art und Weise, uns unserer Umwelt mitzuteilen. Sie erfolgt beinahe instinktiv und ist in vielerlei Hinsicht ein Abbild unserer Persönlichkeit. 

Körpersprache in der restaurativen Zahnmedizin

Doch was hat die Körpersprache mit der restaurativen Zahnmedizin zu tun? Die Restauration seines Lächelns wird einen Patienten ein Leben lang begleiten. Sie nimmt maßgeblich an der Formung seines Äußeren teil und trägt viel zur persönlichen Identität bei. Es ist daher wesentlich für die langfristige Zufriedenheit des Patienten, dass er Verständnis für seine Restauration aufbringt. 

Die restaurative Zahnmedizin steht unausweichlich in einem Zusammenhang mit unserer Vorstellung von Schönheit, Vervollkommnung – Perfektion. Wenn man also von Vorstellungen spricht, dann müssen auch Konventionen mit einbezogen werden. Eine Vorstellung einer Sache entsteht aus dem Spannungsfeld des eigenen Ichs und der Wahrnehmung unserer Umgebung. Das entstandene Bild ist somit ein Kompromiss, eine Abwägung, das Ergebnis eines differenzierten Prozesses. 

Während seiner Arbeit in den USA konnte Otto Prandtner (Abb. 1) die Erfahrung sammeln, dass die Menschen mit den Ergebnissen, also ihren Restaurationen, häufig nicht zufrieden waren. Sie sahen ihre kommunizierten Wünsche oft als nicht umgesetzt oder verstanden an. Die Diskrepanz zwischen dem angestrebten ästhetischen Ideal und der Persönlichkeit der Patienten war also zu groß. 

Schönheit ist Form, Struktur, Farbe, Vorstellung. Ein Katalog kann diese Dimension nicht erfassen, ein Ideal bildet nur eine Möglichkeit von vielen ab. Perfektion ist abstrakt – vor allem ist sie aber: die Summe einzelner Teile, die ein in sich stimmiges Bild ergeben. Die Kunst der restaurativen Zahnmedizin besteht also nicht darin, dem Patienten ein makelloses, häufig symmetrisches und weißes Lächeln zu schenken, sondern den Patienten zu erkennen, die stomatologische Identität anhand seiner Energie und seines Typs zu erfassen und all diese Aspekte aufeinander abzustimmen. 

Leichter gesagt als getan, denn der Prozess, in dem Patienten, Ärzte und Zahntechniker sich gegenseitig verständlich machen und versuchen, eine Restauration ergebnisorientiert zu planen, ist extrem anfällig für Komplikationen. Das können unter anderem Sprachbarrieren sein, oder aber der Prozess scheitert an der Sprachkompetenz der Teilnehmer. 

Aus diesem Grund analysieren Ztm. Otto Prandtner und Dr. Reza Saeidi Pour die Körpersprache ihrer Patienten anhand von Foto- und Videoaufnahmen. Die Körpersprache ist eine universelle Sprache und offenbart spezifische Charakteristika der Persönlichkeit. Diese ergeben sich aus dem feinen Zusammenspiel von Körpersprache, Bewegungen und Haltung. Beispielsweise neigen Menschen der Ratio und Logik zu einer sehr geraden Körper- und Kopfhaltung. Bei ihnen ist der Wunsch, mit einem symmetrischen Lächeln versorgt zu werden, nachvollziehbar und begründet. 

Menschen von leidenschaftlicherem Temperament hingegen neigen zu mehr Bewegung – ihre Körpersprache spiegelt ihren Drang nach Mitteilung, Bewegung, Aktion wider. Die zentralen Inzisiven sollten bei diesen Menschen mithilfe von etwas kleineren, palatinal stehenden Schneidezähnen mehr zur Geltung kommen, um den Charakter dieses Patiententypus besser zu betonen.

Die Analyse der Körpersprache hilft uns also dabei, den Patienten – auch über Sprachbarrieren hinweg – wirklich zu verstehen. Unsere Unvollkommenheiten sind ein prägender Teil unserer Persönlichkeit und Identität. Die restaurative Zahnmedizin sollte daran Anteil nehmen. Schließlich sollte es das erklärte Ziel sein, nicht bloß kosmetisch Erfolg zu haben, sondern die Vitalität der Patienten dauerhaft zu erhalten. 

Otto Prandtner bewegt sich seit Jahren innovativ und mit viel praktischer Erfahrung auf dem Gebiet patientenorientierter Behandlungsmethoden. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit besteht in der Erforschung der Komplexität asymmetrischer Ästhetik und der damit verbundenen Behandlungsplanung.

Ergebnisse

Die Ergebnisse dokumentieren Dr. Reza Saeidi Pour und Ztm. Otto Prandtner (siehe Abb. 1) eingebettet in ein breites Spektrum von frei zugänglichen zahnmedizinischen Inhalten auf ihrer Webseite in Form von Behandlungskonzepten, Video-Tutorials (Abb. 2) und einer ausführlichen Auswahl an begleitenden Publikationen. 

Wer mehr über die Analyse der Körpersprache und die rezottoproduction erfahren möchten, sollte die Webseite besuchen und kann sich dort in detailliert dokumentierten Behandlungen, Tutorials und Kursen über innovative Therapiekonzepte moderner Zahnmedizin informieren. 

Schlusswort

Im letzten Teil dieser kleinen Beitragsserie geht es um „Analyse und Erhalt der Dentalen Identität“. Es fließt also die Analyse der Körpersprache und des Lächelns in der Typanalyse zusammen. Diese bildet das Fundament für patientenorientierte Therapiekonzepte.

Abbildung 01 und 02

Video-Tutorial zur Gesichtsanalyse für eine bessere Gestaltung des Smile Designs
Wir haben herausgefunden, dass wir eine bessere Zahnästhetik erreichen können, wenn wir durch unsere Gesichtsanalyse faziale Asymmetrien verstehen!

Analyse der Körpersprache – Grundlage für das diagnostische Wax- und Mock-up [neu]
Können Sie sich vostellen, dass es einen Zusammenhang zwischen Körpersprache, Patiententyp und Zahnidentität gibt?

Typanalyse für die restaurative Zahnmedizin – Erhalt der dentalen Identität
Lernen Sie, wie man den Patiententyp zusammen mit seinem Energieniveau analysiert, um seine einzigartige Zahnstellung zu schaffen und seine dentale Identität zu erhalten

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