Lieber Herr Hill, was gibt es Neues?
Oliver Hill: Am 1. Dezember 2020 geht mit dem xDepot unter meiner Leitung das erste deutsche Online-Depot speziell für die digitale Zahnheilkunde an den Start und ab Januar 2021 startet Zfx München unter dem Namen xWerk neu durch. Mit den beiden Unternehmen verfolge ich das Ziel, die Bedürfnisse aller Zahntechniker zu erfüllen, deren Herz für die digitale Zahnheilkunde schlägt. Im xDepot erhalten sie alles für den individuellen CAD/CAM-Workflow zu fairen Preisen – von Hardware und Software über Werkzeuge, Resine für den 3-D-Druck und CAD/CAM-Blanks bis hin zu Komponenten für die Herstellung individueller Implantatprothetik. Das xWerk bietet ihnen all das, was sie außer Haus fertigen lassen möchten.

Oliver Hill

Oliver Hill

Welchen Mehrwert bietet der neue Online-Shop für die Digital Dentistry Ihren Kunden?
Hill: Die digitale Zahnheilkunde hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert: Das Angebot an Fertigungsoptionen und Materialien ist inzwischen riesig, die Bedienung der Systeme kein Hexenwerk mehr. Die große Herausforderung für den Anwender liegt darin, den Überblick zu behalten und auf die eigenen Anforderungen abgestimmte Produkte zu wählen. Genau in diesem Punkt erleichtert das xDepot seinen Kunden das Leben enorm: Es stehen zahlreiche Produkte verschiedener Hersteller zur Auswahl, die sich direkt vergleichen lassen. Nehmen wir beispielsweise an, dass eine Titanbasis für ein Straumann Bone Level Implantat benötigt wird: Hier stehen im Shop in Kürze Optionen von Straumann selbst, aber auch Titanbasen von Dental Direkt, Medentika, und Zfx zur Auswahl. Interessenten können diese in Sachen Design, Zusatzfeatures, Material und Preis miteinander vergleichen und die passende Lösung auswählen.

Ähnlich verhält es sich mit CAD/CAM-Rohlingen, Scannern, 3-D-Druckern und Co. Bisher waren dafür umfangreiche Recherchen erforderlich und es gab keine einheitliche Bezugsquelle – schon gar nicht zu den Preisen, die wir unseren Kunden bieten können. Zusätzlich planen wir, einmal im Jahr ein Event anzubieten, bei dem Produkt-Challenges im Mittelpunkt stehen. Dabei treten jeweils mehrere im xDepot verfügbare Produkte oder Systeme einer Kategorie gegeneinander an, um einen direkten Leistungsvergleich zu ermöglichen. Die Idee wurde bereits in diesem Jahr beim Open Wiesn Day gemeinsam mit über 20 Industriepartnern äußerst erfolgreich umgesetzt.

Mit welchen Maßnahmen möchten Sie ein dauerhaft niedriges Preisniveau realisieren?

Hill: Vor allem mit den verschlankten Prozessen eines reinen Online-Shops, der komplett auf stationäre Niederlassungen und Showrooms verzichtet. Wir rechnen damit, dass unsere Kunden keine intensive Vor-Ort-Betreuung benötigen, auf einen telefonischen First-Level-Support durch erfahrene Mitarbeiter müssen sie aber nicht verzichten. Durch diese Verschlankung sowie auch durch Mengenrabatte bei den zahlreichen Herstellern aus meinem Netzwerk entsteht eine Kostenersparnis, die wir gerne an den Endverbraucher weitergeben. Im Dezember gibt es obendrein noch 15 Prozent Rabatt auf alle verfügbaren Produkte.

Von welchen Herstellern werden Sie Produkte anbieten?

Hill: Wir stehen noch ganz am Anfang, sind aber bereits mit einer Vielzahl an Industriepartnern im Gespräch. Erklärtes Ziel ist es, den Digital Dentistry Online-Shop rasch weiter auszubauen und so viele Produkte wie möglich aus einer Hand anzubieten, um unseren Kundenstamm kontinuierlich zu erweitern und das Preisniveau dauerhaft halten zu können – zum Vorteil aller Beteiligten. Wichtig ist uns, dass wir die Produkte selbst kennen, weshalb sie vor Aufnahme in den Shop stets im Fertigungszentrum getestet werden.

Welche Neuigkeiten gibt es im xWerk?
Hill: Zunächst einmal bieten wir ab Januar 2021 unter neuem, zum Online-Depot passenden Namen die gewohnten Fertigungsdienstleistungen an. Das Portfolio reicht von gefrästem Zahnersatz, Bohrschablonen für eine navigierte Implantatinsertion und OEM-Abutments über Aufbissschienen bis hin zu gedruckten Modellen und lasergesinterten Teleskoparbeiten und Stegarbeiten. Wir arbeiten aber auch hier bereits an einer Erweiterung des Portfolios und auch ein neues Headquarter mit gläserner Manufaktur ist bereits in Planung.

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