07.09.2019

Zahntechniker präsentieren sich beim Tag des Handwerks am 21. September 2019

ÖFFENTLICHE WAHRNEHMUNG STEIGERN

Die öffentliche Wahrnehmung der Zahntechnik ist fast bei null. Die landläufige Meinung: Die benötigte Behandlung wird vom Zahnarzt durchgeführt und die eventuell nötigte Krone kommt sicherlich aus irgendeiner Maschine oder Schublade. Doch dem ist nicht so. Zusätzlich greift der Fachkräftemangel weiter um sich, und das, trotz des attraktiven Anforderungsprofils an die potentiellen Auszubildenden.

German Bär, Innungsvorstand der Zahntechnikerinnung Köln, hat das Berufsbild wie folgt zusammengefasst: „Zahntechnikerinnen und Zahntechniker sind Planungspartner, Netzwerker, CAD-Designer, CNC-Fachkräfte, Fotografen, Ästhetikanalysten, leidenschaftliche Kunsthandwerker und Ausbilder, die auf wissenschaftlicher Basis medizinisch und technologisch ausgebildet wurden und sich mit hoher Selbstdisziplin nach der Ausbildung und Meisterprüfung fort- und weiterbilden.“

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, muss auf eine gute Ausbildung gesetzt werden, bei der die besten Potenziale (und deren Wertschätzung) gerade gut genug sind. Leider spricht laut BIBB (Bundesinstitut für Berufsbildung) eine Abbruchquote von über 35 Prozent in der Zahntechnikerausbildung eine andere Sprache. Der Beruf des Zahntechnikers muss auch in einer Welt des Wandels eine Zukunft haben, und sollte wieder mehr sein, als eine Warteschleife bis zum Zahnmedizinstudium.

Hinzu kommt, dass die Demografie und Digitalisierung die Situation auf dem Arbeitsmarkt verschärfen. Die Bundeszentrale für politische Bildung formuliert es wie folgt: „Der demographische Wandel und die Digitalisierung sind die „Megatrends“ des 21. Jahrhunderts, die die politische, soziale und ökonomische Situation unseres Landes entscheidend verändern werden. In 25 Jahren wird jeder dritte Bürger über 60 Jahre alt sein. Dies ist ein dramatischer Strukturwandel der deutschen Bevölkerung. Die Alterung unserer Gesellschaft hat daher tief greifende Auswirkungen auf die Alters- und Gesundheitsvorsorge. Sie ist zudem eine Herausforderung an unser gesamtes Wirtschaftssystem und an den Arbeitsmarkt.“

Aus diesem Grund muss das Zahntechnikerhandwerk den sogenannten „War of Talents“ endlich annehmen und die Öffentlichkeitsarbeit anderer Berufe, sowie die Attraktivität von Studiengängen als Ansporn für das notwendig gewordene Handeln sehen. Um diesem „Auftrag“ nachzukommen, präsentieren freie Meister, Gesellen und Azubis den zahntechnischen Beruf der Öffentlichkeit. Den Rahmen bildet das „Fest zum Tag des Handwerks“, das am 21. September 2019 in der Regensburger Handwerkskammer stattfindet.

Die Initiatoren rufen daher ihre Kollegen zur aktiven Mitarbeit auf und hoffen auf eine rege Unterstützung, um diesem Projekt den nötigen Rahmen geben zu können. Für potentiell interessierte Praktikanten und vielleicht auch zukünftige Azubis wird eine Liste ausliegen, an welches Labor sie sich vertrauensvoll wenden können.

Um das zahntechnische Handwerk auch den anderen Gewerken und Besuchern der Veranstaltung gegenüber modern und auf dem aktuellen Stand der Technik präsentieren zu können, wurde mit Kulzer ein Dentalunternehmen gefunden, dass den Stand mit Maschinen unterstützt. So kann dank einer modernen imes-icore Maschine und einem 3-D-Drucker aus dem Portfolio von Kulzer eine Zahntechnik präsentiert werden, die sicher mit einigen, vielleicht etwas angestaubten Klischees aufräumt.

Für alle, die Interesse daran haben, sich am „Fest zum Tag des Handwerks“ für die Zahntechnik zu engagieren und damit in die Laborliste aufgenommen zu werden, kann sich bei dem nachfolgend aufgeführten Kontakt melden.

KONTAKT

Nico Heinrich
Fon +49 176 32564230
ztnicoheinrich(at)hotmail.com

Quelle: Anschreiben der Initiatoren Ztm. Michael Zangl, Ztm. Matthias Berghammer, Nico Heinrich, Ztm. Roland Binder und Ztm. Michael Schreyer vom September 2019

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