24.04.2019

Ausschreibung des Forschungs- und Video-Preises 2019 der AG Keramik

Macher bringen den Fortschritt

Die Entwicklung des zahnmedizinischen Kanons sowie der Zahntechnik wird allgemein auf Jahrestagungen wissenschaftlicher Gesellschaften, auf Kongressen und Symposien transparent. Zu einem weiteren Instrument, das dem klinischen und technischen Fortschritt eine Stimme gibt, qualifizierte sich in den vergangenen 18 Jahren der Forschungspreis der AG Keramik, seit fünf Jahren auch der Videopreis.

Viele Autoren brachten mit ihren eingereichten Studien und Videos jeweils Themen auf den Tisch, die zeitaktuell vollkeramische Restaurationen in der konservierenden und prothetischen Zahnmedizin ambitioniert beleuchteten und zukünftige Therapielösungen sowie technische Neuerungen aufzeigten. So wurden von der Jury in jüngster Zeit unter anderem folgende, beispielgebende Arbeiten ausgezeichnet: Kausimulierende Belastungstests mit schichtdicken-reduzierten Kauflächen-Veneers aus Lithiumsilikat und keramik-dotiertem CAD/CAM-Komposit, vorbereitet mit Stufen-Präparation und alternativ ohne Präparation [Schroeder et al.]; siebenjährige in-vivo Studie zum Abrasionsverlust von Kronen aus monolithischem Lithiumdisilikat und verblendetem Zirkonoxid [Matta et al.]; prothetische Versorgung nicht angelegter, juveniler Molaren und Inzisiven mit einer CAD/CAM-gestützt hergestellten, kaufunktionellen Zahnschiene als längerfristige Übergangslösung bis zur späteren Implantation [Kelch et al.]; Gestaltung eines wurzelanalogen Titan-Implantats für die Sofortversorgung, mit einem Abutment aus Zirkonoxid verbunden, als kaulasttragender und ästhetischer Solitär inseriert als Pfeiler für eine zweiflügelige Adhäsivbrücke [Chaar et al.]; klinische Langzeitbewährung extendierter Keramikveneers auf Dentin und Schmelz [Rinke et al.]; Positionierungsschlüssel zum sicheren Einsetzen von einflügeligen Adhäsivbrücken [Yazigi] und von 28 Einzelkronen bei Amelogenesis Imperfecta [Prutscher et al.].

Interdisziplinäre Teams willkommen

Auch für die Session 2019 wird der Forschungs- und Videopreis der Arbeitsgemeinschaft für Keramik in der Zahnheilkunde ausgeschrieben. Zahnärzte, Wissenschaftler, Werkstoffexperten, Zahntechniker und besonders interdisziplinäre Arbeitsgruppen sind zur Teilnahme eingeladen. Im Rahmen des Themas Restaurations-Keramiken und Hybridwerkstoffe zur konservierenden und prothetischen Zahnversorgung werden wissenschaftliche, klinische und materialtechnische Untersuchungen angenommen, die auch die zahntechnische Ausführung im Dentallabor einbeziehen. Deshalb können auch Zahntechniker als Teammitglieder teilnehmen.

Die einzureichenden Arbeiten können folgende Schwerpunkte haben:

• Defektorientierte Behandlung für den Einsatz von Vollkeramiken und Hybridmaterialien
• Darstellung von Risikofaktoren mit Keramik- und Hybridwerkstoffen und Befestigungssystemen – Untersuchungen zum Langzeitverhalten
• Erfahrungen mit Adhäsivsystemen
• Bearbeitungstechniken verschiedener Keramik- und Hybridwerkstoffe
• Evaluation für eine praxisgerechte Umsetzung

Zudem sind auch Arbeiten gefragt, die sich mit der computergestützten Fertigung (CAD/CAM), mit der Konstruktion und Herstellung von Implantat-Suprakonstruktionen aus vollkeramischen und Hybridwerkstoffen sowie mit der Befestigung von Restaurationen befassen.

Der Forschungspreis ist mit 5 000,– Euro dotiert. Einsendeschluss ist der 30. Juni 2019 (Poststempel). Die Gewinner werden auf dem 19. Keramiksymposium, das zusammen mit dem DGI-Kongress stattfindet, am 30. November 2019 in Hamburg vorgestellt. Weitere Information unter www.ag-keramik.de/Forschungspreis.

Neuartige Restaurations-Konzepte per Video

Videos transportieren mehr als tausend Worte – Video-Plattformen im Internet belegen dies täglich. Mit der Ausschreibung des Videopreises belohnt die AG Keramik Kurzvideos mit Tipps und Tricks rund um vollkeramische Zahnversorgungen in Praxis und Labor – bereitgestellt im Format mov, MP4 oder MPEG 4. Die besten der dreiminütigen Videos werden mit 3 000,– Euro, 2 000,– Euro und 1 000,– Euro prämiert. Auch dafür gilt der 30. Juni 2019 als Einsendeschluss. Weitere Infos dazu finden sich auf der Website der AG Keramik.

Kontakt

AG Keramik Geschäftsstelle
Postfach 11 60
76308 Malsch
info(at)ag-keramik.de
www.ag-keramik.de
www.ag-keramik.de/Forschungspreis

Quelle: AG Keramik Pressemitteilung vom März 2019

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