07.03.2019

Zahntechnische Materialien im Zentrum der Forschung bei Ivoclar Vivadent

Zuerst die Materialien, dann die Geräte

Gernot Schuller ist bei Ivoclar Vivadent für die Märkte Österreich, Osteuropa und östliches Mittelmeer zuständig und seit 30 Jahren im Unternehmen tätig. Warum bei Ivoclar Vivadent Materialien für die Zahntechnik am Anfang vieler Entwicklungen stehen und welche Auswirkungen der digitale Wandel auf die Dentalwelt von morgen hat, erzählt er im folgenden Gespräch.

Herr Schuller, Ivoclar Vivadent hat im Bereich Zahntechnik in den vergangenen Jahrzehnten einige Meilensteine gesetzt. Beginnend bei der Presstechnik bis zur Lithiumdisilikat- Keramik, die unter dem Namen IPS e.max die Märkte weltweit erobert hat. Was werden Sie uns auf der IDS 2019 präsentieren?

Gernot Schuller: Wir haben mehrere große Neuheiten im Gepäck. Eine der revolutionärsten Neuentwicklungen wird aber sicher ein Produkt für Zahntechniker sein, das mit einer weltweit einzigartigen Technologie hergestellt wurde und damit den nächsten Meilenstein setzt.

Auf der letzten IDS haben Sie die PrograMill- Serie vorgestellt. Wie wichtig sind Geräte in Ihrem Portfolio?

Die Materialentwicklung für die Zahntechnik steht im Zentrum unserer Forschungstätigkeit. Wir sind aber auch ein Systemanbieter: Zuerst entwickeln wir die Materialien und dann kommen die Geräte dazu. Wir wollen unsere Kunden im gesamten Arbeitsablauf bestmöglich unterstützen und Arbeitsprozesse vereinfachen, um bestmögliche ästhetischen Resultate zu erzielen. Alle Geräte von Ivoclar Vivadent sind übrigens „Made in Austria“. Sie werden in Bürs/Vorarlberg gefertigt.

Welchen Einfluss hat die Digitalisierung auf Ihre Produktentwicklung?

Der digitale Wandel hat mittlerweile fast alle Branchen erfasst. Wir kaufen heutzutage online ein, hören digital Musik und streamen unsere Fernsehprogramme. Social Media sind aus dem täglichen Medienkonsum nicht mehr wegzudenken. Menschen informieren sich im Netz und kommunizieren elektronisch. Das verändert auch unsere Arbeitswelt. Zahnarzt, Zahntechniker und auch die Patienten tauschen sich heute ganz anders aus als noch vor zehn Jahren. Die digitale Kommunikation bietet den Zahntechnikern heute mehr Möglichkeiten in der Zusammenarbeit und einen raschen Informationsaustausch mit dem Zahnarzt. Dieser Veränderung tragen wir in unserer Produktentwicklung Rechnung.

Wie tun Sie das?

Wir bieten Produkte an, mit denen unsere Kunden die Vorteile aus der digitalen Welt mit den Vorteilen der analogen Welt kombinieren können. Zum Beispiel die IPS e.max Shade Navigation App, die bei der Auswahl des richtigen Restaurationsmaterials hilft und somit die Kommunikation zwischen Zahnarzt und Zahntechniker ideal unterstützt. Auch innerhalb des Labors kommt es auf gute Kommunikation an, deshalb haben wir die intuitive Benutzung in die PrograMill PM7 integriert. Damit lassen sich prothetische Restaurationen nicht nur unglaublich präzise, sondern auch sehr wirtschaftlich fertigen.

Wie wichtig sind Ihre eigenen Schulungszentren in diesem Prozess?

Sehr wichtig. Wir betreiben 31 International Centers for Dental Education (ICDE) auf der ganzen Welt, damit wir Zahnärzten und Zahntechnikern vor Ort zeigen können, wie sie unsere Materialien und Geräte optimal einsetzen. Das ICDE in Wien bietet nicht nur ein umfassendes, qualitativ hochstehendes Kursprogramm, sondern auch ein sehr modernes Lernumfeld mit digitalisierten Arbeitsplätzen. Wir arbeiten in Österreich in verschiedenen Bereichen auch eng mit der zahntechnischen Akademie und Berufsschule zusammen. Wenn einem der Kunde wirklich wichtig ist, geht es nicht nur ums Verkaufen. Wir wollen unseren Kunden eine Partnerschaft anbieten, von der sie nachhaltig profitieren können.

Sie haben es angesprochen, die Dentalbranche befindet sich in einem Veränderungsprozess. Was sind für Sie die Grundvoraussetzungen, um in der Dentalwelt von morgen bestehen zu können?

Offenheit, Neugierde, Weiterbildung – und den Kunden beziehungsweise den Patienten stets in den Mittelpunkt aller Aktivitäten setzen. Die Digitalisierung wird sowohl für Zahnärzte und Zahntechniker als auch für uns als Hersteller Veränderungen mit sich bringen. Wenn wir bereit sind, schnell auf diese Veränderungen einzugehen, werden wir alle in ganz vielen Bereichen vom technologischen Wandel profitieren.

Kontakt

Ivoclar Vivadent AG
Bendererstraße 2
9494 Schaan/Liechtenstein
Fon +423 2353535
Fax +423 2353360
info@ivoclarvivadent.com
www.ivoclarvivadent.com

Quelle: rot&weiß 1/2019

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