15.01.2019

Im Gespräch mit Michael Ludwig, dem Geschäftsführer der Camlog Vertriebs GmbH

Partner auf Augenhöhe

Wie kommt es, dass ein Unternehmen, das Dentalimplantate herstellt und vertreibt, einen Kongress für Zahntechniker veranstaltet? Und zwar seit 2009 zum sechsten Mal. Seither sind über 3500 Teilnehmer der Einladung gefolgt, um die Faszination Implantatprothetik zu erleben. Und genau hier ist auch die Antwort auf die eingangs gestellte Frage zu finden: Implantatprothetik. Diese ist Camlog von Anfang an sehr wichtig, weshalb das Unternehmen stark auf den Teampartner Zahntechnik ausgerichtet ist. Wir sprachen mit dem Geschäftsführer der Camlog Vertriebs GmbH, Michael Ludwig, über historisch gewachsene Strukturen und natürlich über den 6. Camlog Zahntechnik-Kongress.

In diesem Jahr findet zum sechsten Mal der Camlog Zahntechnik-Kongress statt. Warum engagiert sich die Camlog Vertriebs GmbH so sehr für Zahntechniker und prothetisch orientierte Zahnärzte?

Michael Ludwig: Von Beginn an waren wir für die Zahntechniker ein Partner auf Augenhöhe. Die Entwicklung unserer Prothetikkomponenten erfolgte vor 20 Jahren in enger Abstimmung mit Gerhard Neuendorff und dem Team in Filderstadt. Im Zuge des nicht aufzuhaltenden Wandels, den die Digitalisierung bei zahnmedizinischen Versorgungen nach sich gezogen hat, kursiert inzwischen häufig die Frage, ob das Zahntechnikhandwerk überflüssig ist. Wir bei Camlog sind überzeugt, dass zur Herstellung einer prothetischen Versorgung das Zahntechnikerwissen und das handwerkliche Können unverzichtbar sind. Allerdings verändern sich Herstellungsweisen und Abläufe im Handwerksberuf. Die Zahntechnik wird sich neu definieren müssen. Wir nehmen unsere Verantwortung sehr ernst und fördern mit dem Kongress die Weiterentwicklung und Kompetenz der Zahntechniker und begleiten sie in das digitale zahntechnische Zeitalter. Nicht nur für ästhetische und langzeitstabile Rekonstruktionen, sondern auch für die zukünftige Orientierung und Positionierung der Zahntechnikbetriebe. Dafür stellen wir sowohl Produkte als auch Geräte ebenso wie unsere Dienstleistungen – im Sinne einer verlängerten Werkbank – zur Verfügung. Um die Fehlerquote bei Implantatversorgungen so gering wie möglich zu halten und Zahntechniker vor kostenlosen Wiederholungen zu schützen, werden die renommierten Referenten ihre Erfahrungen mit dem Auditorium teilen. Es werden unterschiedliche Laborkonzepte vorgestellt, woraus sich jeder Teilnehmer die passenden Anleihen holen kann. Außerdem wünschen wir uns, dass sich die Zahntechniker immer mehr untereinander vernetzen und sich dadurch stärken. Sehr wichtig ist, dass sie sich als kompetenter Partner des Zahnarztes positionieren. Die neuen Technologien bieten vielschichtige Möglichkeiten – jedoch gibt es dafür kein Patentrezept.

Warum stellen die Referenten des Kongresses neben ihren speziellen handwerklichen Techniken auch explizit ihre Labor- beziehungsweise Arbeitskonzepte vor?

Ludwig: Ohne zahntechnisches Know-how, Persönlichkeit und unternehmerisches Denken ist eine Marktdifferenzierung nicht möglich und es ist undenkbar, ein Unternehmen zukunftsorientiert aufzustellen. Es ist allerdings essenziell, eine Unternehmensform zu finden, die sehr genau auf die Persönlichkeit und Präferenzen des Laborinhabers abgestimmt ist. Während des Kongresses werden die Referenten daher ihre Konzepte vorstellen – von der kleinen Edelschmiede über das Großlabor bis zu Spezialisierungen. Ein zusätzlicher Aspekt ist die wirtschaftliche Effizienz des Unternehmens. Voraussetzung und Anspruch eines jeden Referenten ist jedoch die individuelle, patientengerechte Versorgung. Laborinhaber, also Unternehmer, müssen genau in diesem Umfeld abwägen, ob es für sie sinnvoll ist, neue, oft teure Investitionen in Geräte zu tätigen, oder eher die Entscheidungen zu treffen, die Herstellung standardisierter Prozesse wie beispielsweise die Gerüsterstellung outzusourcen – neue Technologien und/oder Materialien zu nutzen, damit sie sich auf das eigentlich Schöne, Kreative konzentrieren können.

Der letzte Camlog Zahntechnik-Kongress fand in der beeindruckenden Kulisse des Industriedenkmals Colosseum Theater in Essen statt. 2019 lädt die Camlog Vertriebs GmbH zum sechsten Mal zum Zahntechnik-Kongress – ins Kap Europa nach Frankfurt am Main.

Kein anderes Unternehmen hat sich so früh für den Teamapproach eingesetzt wie Camlog. Auch dieses Mal treten wieder Teams gemeinsam auf. Ist das noch notwendig?

Ludwig: Ja, aus meiner Perspektive unbedingt! Eine Rekonstruktion kann nur erfolgreich sein, wenn alle im Team an einem Strang ziehen und jeder von Beginn an weiß, wo die Reise hingeht. In unserem täglichen Business sehen wir, dass es teilweise noch an der interaktiven Kommunikation hapert. Wir möchten Zahntechniker ermutigen, den Teamgedanken weiter zu verfolgen. Die Basis dafür ist die interdisziplinäre Entwicklung eines Therapieplans, das Gespräch mit dem Patienten und das Backward Planning. Unsere beiden Teams, Michael Stimmelmayr mit Michael Zangl sowie Detlef Hildebrand und Andreas Kunz, arbeiten schon sehr lange zusammen und werden die Entwicklung ihrer Therapiekonzepte anhand ihrer Fälle vorstellen. Auch bei der Moderation setzen wir auf ein Team. Marcus Beschnidt und Gerhard Neuendorff haben in Filderstadt einige Jahre zusammengearbeitet. Sie sind also dazu prädestiniert, das Programm im Team zu moderieren. Mit ihrem Know-how werden sie die Diskussion jeweils aus der Sicht des Zahnmediziners oder Zahntechnikers leiten.

Beim 6. Zahntechnik-Kongress tauchen viele neue Gesichter auf. So ist in einem Themenblock eine junge neue Zahntechnikergeneration vertreten. Was unterscheidet diese aus Ihrer Sicht von der vorhergehenden Generation?

Ludwig: Für uns ist es sehr schön und zugleich motivierend, dass Techniker, die vor zehn oder weniger Jahren einen Camlog Zahntechnik-Kongress besucht haben, heute mit ihren Konzepten auf der großen Bühne stehen, mit ihrem Wissen brillieren und erarbeitete und gelernte Tipps und Techniken weitergeben. Die Jungen bilden sich heute über Kommunikationskanäle fort, die es vor einigen Jahren noch gar nicht gab. Einige haben ihre Erfahrungen im Ausland vertieft und sind mit den Kollegen weltweit digital vernetzt. Sie tauschen sich zu Fällen aus und diskutieren ihre Versorgungen, Techniken und Materialien in eigens aufgebauten Chatgruppen. Das funktioniert heute mithilfe eines Handybilds sehr schnell und die Rückmeldungen kommen spontan. Dies initiiert einen fachlichen Austausch, woraus oft auch Meinungsbildner entstehen und sich bisher versteckte Talente outen.

Bisher herrschte bei den Camlog Zahntechnik-Kongressen immer volles Haus. Und damit das so ist, sorgt Camlog immer für einen abwechslungsreichen Mix an hochkarätigen Vorträgen und Referenten. 

Doch nicht nur die Referenten sorgen für die hohe Qualität der Kongressreihe, sondern auch die Moderatoren und Diskussionsforen. 

Michael Ludwig, Geschäftsführer der Camlog Vertriebs GmbH, bei seiner Begrüßung

Das Spannende zum Ende eines jeden Zahntechnik-Kongresses von Camlog war immer ein besonderer Vortrag. Auf wen und auf was dürfen wir uns beim nächsten Kongress freuen?

Ludwig: Passend zum Thema Digitalisierung haben wir Ranga Yogeshwar, den bekannten Moderator aus Funk und Fernsehen, mit seinem aktuellen Thema „Nächste Ausfahrt Zukunft – eine Gesellschaft im Umbruch“ eingeladen. Er erzählt über die Welt im Wandel und versucht zu klären, was bleibt, was sich verändert und wie sich der Wandel auf uns auswirkt. Wir alle werden unseren Blick nach diesem spannenden Vortrag schärfen und das Neue, Veränderte nicht mehr mit den alten – oft auch angstvollen – Augen betrachten. Mit dem Fortschritt, den die Digitalisierung mit sich bringt, entwickeln wir uns selbst. Ich freue mich sehr auf diesen Vortrag und bin auf die Erzählungen von Ranga Yogeshwar über Selbstversuche, Experimente und Erlebnisse sehr gespannt. Sie sehen, wir haben wieder ein tolles Paket zum Zahntechnik-Kongress geschnürt. Mein Team und ich werden die Partnerschaft mit den Zahntechnikern weiter vertiefen und gemeinsam auf Zukunftskurs bleiben. Wir laden alle Interessierten zum Camlog Zahntechnik-Kongress am 25. Mai 2019 ins Kap Europa nach Frankfurt am Main ein. Und ich möchte Sie ermutigen, die Fortbildung gemeinsam mit Ihren Zahnärzten zu besuchen.

Das ist ein schöner Schlusssatz.Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Kongress in Frankfurt und freuen uns sehr auf ein Wiedersehen. Vielen Dank Herr Ludwig

Zusätzlich zum Vortragsprogramm wird vor allem auch dem geselligen, kollegialen Austausch viel Raum gegeben.

Natürlich steht im Rahmen des Zahntechnik-Kongresses das gesamte Team der Camlog Vertriebs GmbH beratend zur Seite.

 

Kontakt

Camlog Vertriebs GmbH
Veranstaltungsorganisation
Kim Ebert
Maybachstraße 5
71299 Wimsheim
Fon +49 7044 9445-603
Fax +49 7044 9445-11603
kim.ebert(at)camlog.com
www.faszination-implantatprothetik.de

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