13.12.2018

Mit mehr als 570 Teilnehmern aus 42 Ländern bei exocad Insights 2018

Die digitale Zukunft ist offen

Digitale Zahnheilkunde begeistert Anwender weltweit. Das bewies exocad Insights 2018 am 19. und 20. November 2018 in Darmstadt. Über 570 Anwender digitaler Technologien in Laboren und Praxen aus 42 Ländern – darunter Island, Indien, USA, China und Aus­tralien – waren angereist. Begeistert folgten sie dem abwechslungsreichen Programm. exocad hatte exzellente Gastredner für das Podium gewonnen. Digitale Experten aus dem In- und Ausland vermittelten den Teilnehmern in unterschiedlichen Vorträgen tiefes Detailwissen, um digitale Arbeitsabläufe auf der Basis der offenen Plattform-Architektur von exocad noch effektiver gestalten zu können. 24 Partnerunternehmen präsentierten während der Partnerausstellung die aktuellsten digitalen Technologien von Intraoralscan (IOS) bis 3-D-Druck.

„Your freedom is our passion“ – unter dem begeisterten Applaus der exocad Insights Teilnehmer präsentierte Novica Savic, CCO exocad und Moderator des Events, den neuen Claim des Unternehmens. Tillmann Steinbrecher, CEO von exocad, ergänzte: „Bei exocad entwickeln wir zuverlässige Softwarelösungen mit offenen Schnittstellen für den freien Zugang zu zukunftssicheren digitalen Technologien – und das mit Leidenschaft. Damit stehen wir wie kein anderes dentales Softwareunternehmen für die offene Plattform-Lösung.“ Laut Steinbrecher liegt die Zukunft in offenen Systemen – und damit leitete er direkt zum ersten Höhepunkt des Events über. Gemeinsam mit Maik Gerth, CTO exocad, stellte Steinbrecher das neue exoplan-Release mit Guide Creator vor, mit dem individuelle Bohrschablonen gestaltet und je nach Geschmack oder Möglichkeiten inhouse oder extern gefertigt werden können. Beifall gab es vom Publikum, als beide auf der Bühne die Konformitätserklärung unterschrieben. Das Modul ist ab sofort in Deutschland, Österreich und einigen weiteren europäischen Märkten verfügbar.

Digitale Workflows: effektiv,
vorhersagbar und wirtschaftlich

Einen Überblick über die Softwarelösungen für die unterschiedlichen Arbeitsbereiche vom Scannen mit exoscan über die Implantatplanung mit exoplan, dem Designen mit DentalCAD und ChairsideCAD bis zur Produktion mit exocam lieferte Larry Bodony von exocad America. Anschließend stellten die Gastredner digitale Arbeitsweisen im Detail vor. Den Anfang machte der Zahntechniker Waldo Zarco Nosti aus Spanien. Nosti hat vor über vier Jahren die exocad Experts-Gruppe auf Facebook gegründet, die zurzeit mit rund 29 000 Mitgliedern eine der größten dentalen Communities ist, und er zählt zu den Beta-Testern von exocad. Anhand ausgewählter Fälle zeigte Nosti, wie sich die Wünsche der Patienten nach hochästhetischen Restaurationen vorhersagbar in einem digitalen Workflow umsetzen lassen. Sein präferierter Ansatz: digitale Abformung mit dem Intraoralscanner (ab hier kurz IOS), virtuelle Gesichtsanalyse, virtuelles Wax-up in Kombination mit dem Modul Smile Creator (demnächst verfügbar) und schließlich die CAD/CAM-gestützte Fertigung. Über unterschiedliche prothetische Versorgungskonzepte auf Implantaten berichtete der Zahntechniker Uli Hauschild aus Italien. Er stellte anhand komplexer Fälle die Vorteile der virtuellen, dreidimensionalen Implantatplanung mit exoplan dar. Ihn fasziniert, wie sich unterschiedliche Planungsfelder über exocad digital zusammenführen lassen. So werden heute die Arbeitsschritte, die vor zehn Jahren noch in vielen analogen Schritten umgesetzt werden mussten, präzise und schnell auf der exocad-Softwareplattform realisiert.

In dem Labor von Ztm. Michael Anger, Remagen, werden seit circa eineinhalb Jahren alle Modellgussstrukturen (ab hier kurz MOG) CAD/CAM-gestützt auf dem „Print-Cast-Way“ hergestellt. Die MOG werden dafür mit exocad PartialCAD modelliert und danach gedruckt. Das ist schneller und wirtschaftlicher als im analogen Prozess und ermöglicht eine passgenaue und filigrane Gestaltung der MOG. Wie sich Kronen, On- und Inlays, Brücken sowie Veneers im klinischen Umfeld in nur einer Sitzung umsetzen lassen, zeigte Dr. Jan Hajtó, München. Bei ihm plant sein Zahntechniker die Restaurationen virtuell mit der neuen Software ChairsideCAD und teilt die Planung dann mit ihm über DentalShare. So können Änderungen direkt umgesetzt werden, bevor die Produktion inhouse beginnt. Zum Ausklang des ersten Tages ging es in einem speziellen Gastvortrag mit dem Neuro-Science-Entertainer Dr. Henning Beck, Frankfurt am Main, um die neuronalen Netze im Gehirn. Dank der Fähigkeit, frei zu assoziieren, ist das menschliche Gehirn der künstlichen Intelligenz – noch – überlegen. Eine Abendveranstaltung mit Livemusik und Dinner rundete den ersten Tag erfolgreich ab und bot den Besuchern die Möglichkeit zum Netzwerken und Feiern. Am Dienstagnachmittag sprach der Zahntechnische Lehrmeister (ZTLM) Vanik Kaufmann aus der Schweiz über Mythen und Realität des dentalen 3-D-Drucks. Dies kann er, da bei ihm im Labor seit knapp drei Jahren alle Bohrschablonen, Modelle für Aligner, provisorische Brücken und Mock-ups im 3-D-Druck gefertigt werden. Sein Fazit: Die Investition in 3-D-Drucker ist sinnvoll, wenn sie zum Leistungsspektrum des Labors passt.

Sessions von IOS bis 3-D-Druck
Wie sich digitale Technologien in Labor und Praxis integrieren sowie digitale Arbeitsabläufe gestalten lassen, zeigten am Dienstag teilnehmende Unternehmen in neun unterschiedlichen Partner-Sessions. Gleich in mehreren Workshops ging es um die Integration von Intraoralscannern und 3-D-Druckern in den digitalen Arbeitsablauf. Auch das Thema Datentransfer sowie spezielle Indikationen im virtuellen Design wurden beleuchtet.

Die exocad Clinical Session richtete sich speziell an Zahnärzte. Ein Schwerpunkt lag auf der Integration des Intraoralscanners in den Behandlungsablauf. Dr. Ingo Baresel, Cadolzburg, stellte die wesentlichen Aspekte für eine akkurate Abformung mit einem IOS vor. Wichtig ist Baresel zufolge zum Beispiel die richtige Scanstrategie. Anschließend zeigte Dr. Anoop Maini aus Großbritannien, wie sich digitale Technologien wirtschaftlich in die Praxis integrieren lassen und wie einfach das Designen mit ChairsideCAD ist. Dr. Armen Mirzayan, USA, erklärte im Detail, wie man mit Smile Creator vom intraoralen Ausgangsscan zum Datensatz mit Gegenkiefer gelangt und sich auf das dreidimensionale Modell ein zweidimensionales Bild matchen lässt, um im virtuellen Wax-up unterschiedliche Zahnformen und -stellungen zu simulieren. Das klingt zunächst kompliziert, ist virtuell aber schneller umsetzbar als analog. Dr. Paul Weigl, Frankfurt am Main, eröffnete mit ­Robotik und Augmented Reality den Ausblick in die digitale Zukunft: In einigen Jahren werden die Behandlungsabläufe zunächst am virtuellen Patienten ähnlich wie in einem Flugsimulator durchgespielt, bevor die Behandlung des realen Patienten beginnt.

In speziellen exocad Software Sessions tauchten die Besucher zusammen mit dem internationalen Expertenteam von exocad tiefer in die Software-Anwendungen von ­exocad DentalCAD, PartialCAD und exoplan ein. Anhand von Fallbeispielen präsentierten die Software-Experten die neuesten Features der Software sowie Highlights aus früheren Releases und gaben den Besuchern zahlreiche Tipps und Tricks mit auf den Weg. Das Team stand den Besuchern nicht nur während der Sessions, sondern auch während der gesamten Veranstaltung in der „exocad expert corner“ für Fragen und Antworten zur Verfügung. Da exocad die Hilfsorganisation „Overland for smile” unterstützt, hatte das Unternehmen eigens für den guten Zweck T-Shirts mit der Aufschrift „Yes We CAD“ und „Keep calm and CAD on“ bedrucken lassen. Diese wurden von exocad-Mitarbeitern an die Kongressbesucher verkauft. Den gesamten Erlös in Höhe 3 330 Euro hat exocad auf 5 000 Euro aufgerundet und spendet ihn der Hilfsorganisation.

Fazit
Mehr Wissen, Inspiration und Kontakte – diese Versprechen hat exocad Insights 2018 gegeben und eingelöst. Die begeisterten Anwender nutzten die beiden Tage, um mit Referenten, Experten und auch untereinander Wissen auszutauschen und persönliche Kontakte zu knüpfen. „Herzlichen Dank an alle Teilnehmer und Partnerunternehmen für die regen Diskussionen. Erst Ihre Leidenschaft und Begeisterung für digitale Techno­logien hat aus exocad Insights 2018 ein faszinierendes und inspirierendes Event gemacht“, freuten sich Novica Savic und Tillmann Steinbrecher am Ende der Veranstaltung – gleich mit dem Ausblick auf exocad Insights 2020, denn am 12. und 13. März 2020 trifft sich die globale Anwenderbasis in Darmstadt wieder.

Kontakt

exocad Deutschland GmbH
Julius-Reiber-Straße 37
64293 Darmstadt
www.exocad.com

Quelle: exocad Pressemitteilung von pluspunkt.pr vom November 2018

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