14.09.2018

Zahntechniker besuchten auf Initiative von Goldquadrat Kuraray Noritake in Nagoya

Die „Wiege“ der Keramik

Japan. Ein Reiseziel, das nach Vielfalt klingt und außergewöhnliche Erlebnisse bietet. Eine Gruppe von 20 Zahntechnikern reiste mit dem Unternehmen Goldquadrat in das Land und besuchte unter anderem die Stadt Nagoya. Hier ist die Dentalkeramik von Kuraray Noritake „zu Hause“. Fortbildungshighlight war das Seminar mit Ztm. Kazunobu Yamada. Zudem bestand für die 20 Teilnehmer aus Deutschland ausreichend Gelegenheit, sich von Land und Leuten beeindrucken zu lassen.

Meditative Ruhe in Zen-Gärten und Menschenmengen in Tokio. Kulturhistorische Stätten und hochtechnologisierte Städte. Handgemachte Sushi und Chicken Wings bei KFC. Kaum ein Land bietet mehr Gegensätze als Japan. Im Bereich zahnmedizinischer/zahntechnischer Produkte gehört Japan mit zu einem der Weltmarktführer, so zum Beispiel bei den Dentalkeramiken. Hier präsentiert das Unternehmen Kuraray Noritake Gegensätze, die sich ergänzen: Moderne Zirkonoxide für monolithische Restaurationen und Verblendkeramiken für die traditionelle, zahntechnische Schichttechnik. Ziel der Goldquadrat-Fortbildungsreise 2018 war es, den Teilnehmer diese Welt rund um die keramischen Massen von Kuraray Noritake näher zu bringen. Im Mittelpunkt stand ein Workshop mit dem Zahntechnikmeister Kazunobu Yamada.

Kuraray Noritake gehört in Japan zu den Marktführern im Bereich Dentalkeramik. Bereits am Vortrag des Workshops kamen die Zahntechniker aus Deutschland mit der japanischen Keramikkompetenz in Berührung. Bei einer Besichtigung des Noritake-Gardens in Nagoya und einer Keramik-Ausstellung erfuhren sie mehr über die Geschichte des Unternehmens. 1904 gegründet, ist Noritake auf Porzellan spezialisiert – ob Tischgedecke, High-Tech-Keramik für die Industrie oder Dentalkeramik, die Produkte sind auf der ganzen Welt im Einsatz. Seit den 1980er Jahren entwickelt Noritake Dentalkeramik und hat sich mit hochwertigen Produkten weltweit etabliert. Heute wird unter dem Namen Kuraray Noritake eine breite Produktpalette für Praxis und Labor vermarktet.

Bei dem 2-Tages-Seminar mit Kazunobu Yamada erstellten die Teilnehmer nach Vorgaben des Referenten drei Frontzahnkronen – eine voll-, eine teilverblendete und eine monolithische Krone. Als Gerüstmaterial diente Zirkonoxid Katana STML und zum Verblenden die vollsynthetische Zirkonoxid-Verblendkeramik Noritake Cerabien CZR.
Die monolithische Krone wurde mit der neuen FC-Paste von Kuraray Noritake charakterisiert. Schnell wurde deutlich, dass die FC-Paste mehr als „nur“ ein Malfarbensystem ist. Es stecken viel Know-how und Innovation in den Pasten, die eine einfache Reproduktion der Farbvielfalt natürlicher Zähne ermöglichen. Meister Yamada erklärte die „Whip-up-Technik", mit der er eine täuschend echte Imitation monolithischer Kronen erreicht. Er sensibilisierte unter anderem für die Wichtigkeit der Helligkeitsanalyse. Die Helligkeit wird Meister Yamada zufolge oft mit Farbe verwechselt, muss jedoch gesondert betrachtet werden.
Der Kurs war somit geprägt von Erkenntnissen des Erlernten und von Teamwork. Ob Profi oder Noritake-Einsteiger – eine Bereicherung für alle.

Nach dem Kurs ging es für die Gruppe auf Entdeckungsreise in eine andere Welt. Mit dem legendären Schnellzug Shinkansen fuhr die Reisegruppe Richtung Tokyo. Der Zwischenstopp in Kyoto gehörte zum „Pflicht"-Programm. Bei heißen 33 °C besichtigten die Teilnehmer die Tempel der ehemaligen Kaiserstadt. Japanische Baukunst wie aus einem Bilderbuch gab es auch in Nara zu besichtigen – ein fast meditativer Abschluss des aufregenden Tages. Und da die Reise geprägt war von Kontrasten, war am nächsten Tag Tokyo angesagt. Mit mehr als 10 Millionen Einwohnern ist Tokyo eine der größten Städte der Welt. Die Stadt bietet ein Kaleidoskop an Farben, Gerüchen, Impressionen. Unter Regie von Goldquadrat gab es eine Sightseeing-Tour mit vielen Highlights. Amüsanter Abschluss des Städtetrips war der Besuch einer Karaoke-Bar. Dank der gut abgestimmten Organisation wurde die „verrückte" Millionenstadt auch in kurzer Zeit ein klein wenig fassbar.

Für Japaner liegen Tradition und Moderne eng beisammen. Das moderne Land Japan ruht trotz rasender Entwicklung in sich selbst und lebt das „Sowohl-als-auch". Dies haben die Zahntechniker für ihren Laboralltag mitnehmen können. Ob Japan oder Deutschland – zeitgemäße Zahntechnik besteht aus modernen, digitalen Technologien und ist zugleich ein Kunsthandwerk, das anatomisches Wissen, funktionelle Kriterien, Werkstoffkunde und vieles mehr miteinander vereint. Gegensätze bilden Vielfalt. Das Erleben der keramischen Fertigkeit von Kazunobu Yamada, die hohe Keramikkompetenz von Kuraray Noritake und in die fernöstliche Kultur, in die die Teilnehmer eintauchen konnten, waren prägend – für den Laboralltag aber auch für jeden persönlich.

Seinem Namen alle Ehre macht Kuraray Noritake in Deutschland unter anderem mit dem Keramik-Day. Dieser findet in diesem Jahr zum vierten Mal statt. Am 16. und 17. November 2018 werden in Hattersheim (Frankfurt/Main) vier Referenten die Möglichkeiten moderner keramischer Materialien aufzeigen.

Text: Annett Kieschnick, Fachjournalistin
Bilder: Giuliano Moustakis, Giuliano Photodesign

 

Kontakt

Kuraray Europe GmbH
Philipp-Reis-Straße 4
65795 Hattersheim
Fon +49 69 30585300
Fax +49 69 30585399
dental(at)kuraray.de
www.kuraray.eu

Quelle: Kuraray Pressemitteilung von Annett Kieschnick vom September 2018

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