Jedes fünfte Z-MVZ ist laut KZBV investorengeführt. 62 Prozent aller Z-MVZ seien in Kettenstrukturen integriert, Tendenz steigend. Grundsätzlich sei dabei die Erkenntnis, dass die Größe und die Organisationsstrukturen in einem Z-MVZ auch den ordnungsrechtlichen Rahmen des freien Heilberufes sprengten, heißt es beim VDZI. Der Verband teile die Sorge der Zahnärzteschaft um diese Freiberuflichkeit. Er unterstützt auch die Forderung nach einer Weiterentwicklung der Regelungen für Z-MVZ.

„Die Z-MVZ müssen zügig und umfassend reguliert werden, wollen Zahnärzte ihren Status der Freiberuflichkeit verteidigen. Dabei ist das Betreiben eines Praxislabors dann zu untersagen, wenn unabhängig von der Rechtsform die Praxisgröße und die interne Organisationsstruktur die freiberuflichen Grenzen überschreitet“, mahnt VDZI-Präsident Dominik Kruchen. „Ohne eine Rückkehr zu den berufsrechtlichen Grundsätzen des freiberuflich tätigen Zahnarztes kann es nicht mehr möglich sein, dass ein Zahnarzt eine ansonsten gewerbliche Handwerkstätigkeit wie die Herstellung von Zahnersatz innerhalb des Rechtsrahmens der Freiberuflichkeit ausüben kann. Ein Z-MVZ, das neben Honorar- auch noch Gewinnmaximierung mit einem sogenannten Praxislabor betreibt, entzieht auch immer weitere Teile der Zahntechnik einem qualitätsorientierten Wettbewerb und benachteiligt die gewerblichen Labore.“