Insgesamt waren zehn deutsche Universitäten sowie die Universität Zürich vertreten. DGAZ-Präsidentin Prof. Dr. Ina Nitschke freute sich über die erstmals beteiligten Hochschulen Berlin und Ulm. Die Beteiligten konnten sich dabei unter anderem auf die Themen einigen, die in einem Musterlehrplan für die Vorlesungen berücksichtigt werden sollten. Eine ausführliche Diskussion gab es zur Seniorenzahnmedizin in der neuen AO. Hier wurden die Wünsche aus den Unis zusammengetragen, die weiter zu besprechen und auf Umsetzbarkeit zu prüfen sein werden. Es zeigte sich im Verlauf des Gespräches, dass es an allen beteiligten Universitäten wohl Aktivitäten bei den Lehrkoordinatoren zum Thema gibt, aber vieles dennoch noch unklar bleibt. „Ich halte es für eine gute Tendenz, dass die SZM im Querschnitt, Medizin und Zahnmedizin des Alterns inzwischen aber konkret benannt wird, darüber können sich die Seniorenzahnmediziner und hier besonders die Lehrenden sehr freuen“, stellte die DGAZ-Präsidentin fest. Zusätzlich solle die Ausbildung ein Pflegepraktikum (zum Beispiel auf Stationen der Geriatrie) und über die Famulatur auch Kontakte mit betagten und hochbetagten Menschen beinhalten, zum Beispiel zwei halbtägige Besuche mit einem zahnärztlichen Kollegen in einer Senioreneinrichtung. „Es ist angesichts der demografischen Entwicklung und des steigenden Bedarfs an kompetenter Seniorenzahnmedizin, speziell auch in der aufsuchenden Betreuung, unser Ziel, das Thema an den Hochschulen weiter zu vertiefen und zu etablieren“, kündigte Prof. Nitschke an. Der vierte DGAZ-Tag der Lehre ist für den 11. September 2020 in Berlin terminiert.