Kulzer teilte am Donnerstag mit: „Nach Abwägung aller Argumente und Möglichkeiten hat die Unternehmensleitung entschieden, dass die Kulzer GmbH nicht an der Internationalen Dental-Schau im März 2021 teilnimmt.“

Candulor, Prothetik-Spezialist aus der Schweiz, teilte in einem Newsletter mit: „Aus den aktuellen und anhaltenden Gegebenheiten der globalen Coronavirus-Pandemie haben wir uns entschlossen, von einer Teilnahme an der International Dental Show (IDS) vom 9. bis 13. März 2021 in Köln abzusehen.“

Auch die beiden Unternehmen Dentsply Sirona und medentis medical hatten bereits ihre Teilnahme an der IDS 2021 abgesagt. Der Wasser- und Hygieneexperte Blue Safety hingegen sagt, dass die IDS 2021 auch in Coronazeiten umsetzbar sei, wenn das Hygiene- und Sicherheitskonzept strikt eingehalten wird. Das Unternehmen sieht außerdem dringenden Bedarf an fachlichem Austausch zwischen Zahnärzten, zahnmedizinischem Fachpersonal und Industrie.

Wegen der Coronapandemie rechnet Kulzer damit, dass es auch im März 2021 für Besucher aus dem In- und Ausland sowie Kulzer-Mitarbeiter schwierig sein wird, sicher zur Internationalen Dental Schau nach Köln zu reisen. „Es ist daher zu erwarten, dass viele Kunden ihren Besuch auf der IDS absagen werden.“ Die Situation erlaube voraussichtlich keinen direkten Kundenkontakt und persönliche Beratungsgespräche. Auch Serviceangebote würden vermutlich nicht im gewohnten Umfang und in bekannter Qualität möglich sein.

„Wir glauben, dass in der gegenwärtigen globalen Pandemie-Situation mit Social Distancing und den eingeschränkten Reisemöglichkeiten eine IDS, wie unsere Kunden sie kennen und schätzen, nicht möglich sein wird. Unter Berücksichtigung dieser Faktoren sowie mit Blick auf die Sicherheit und Gesundheit unserer Kunden und Mitarbeiter haben wir daher diese schwere Entscheidung getroffen“, sagt Marc Berendes, CEO der Kulzer GmbH.

Candulor schreibt: „Die Planungsunsicherheit und der Gesundheitsschutz machen es momentan schwer, die Atmosphäre zu kreieren, die wir Ihnen bieten möchten. Die zukünftige Entwicklung ist derzeit nicht abzusehen.“ Zum Schutz von Mitarbeitern und Kunden „möchten wir nicht an der IDS teilnehmen.“ Das Unternehmen will sich aber weiterhin dem persönlichen Kontakt und den individuellen Bedürfnissen und Sicherheitsanforderungen der Kunden widmen.

VDDI: Entscheidung über IDS 2021 Anfang Oktober

Die Mitgliederversammlung des Verbands der Deutschen Dental-Industrie (VDDI) und die Gremien Vorstand und Beirat hatten im Juli die Koelnmesse und die GFDI mbH mit der Ausarbeitung von Szenarien und Kriterien beauftragt, um Anfang Oktober eine erfolgreiche Teilnahme an der IDS 2021 objektiv bewerten zu können. „Wir haben diesen als spätestmöglichen Zeitpunkt für eine endgültige Entscheidung in der sich extrem schnell entwickelnden und wandelnden Situation identifiziert“, sagt VDDI-Vorsitzender Mark Stephen Pace. „Wir wissen, dass es sich kein Aussteller, ob Neu- oder Stammaussteller, ob VDDI-Mitglied oder Nicht-Mitglied, leicht macht mit seiner Entscheidung.“ Das hatte der VDDI mitgeteilt, nachdem Dentsply Sirona seine Absage an der IDS 2021 öffentlich gemacht hatte. Hier die komplette Stellungnahme des VDDI.

Wie die Veranstalter der Internationalen Dental Schau mit der Coronapandemie umgehen, beschreiben sie unter anderem auf der Homepage der IDS. 2Die Sicherheit unserer Aussteller, unserer Besucherinnen und Besucher sowie unserer Mitarbeitenden hat für uns die höchste Priorität.“