Wie auch immer der Verband der Deutschen Dentalindustrie (VDDI) in Kooperation mit der Kölnmesse entscheide: Das mittelständische Unternehmen Shera hat erklärt, auf keinen Fall an der IDS 2021 teilzunehmen. „Der wichtigste Grund: Mitarbeiter und Geschäftspartner sollen nicht unnötig Gesundheitsgefahren ausgesetzt werden. Es ist nicht davon auszugehen, dass bis zur Messe im März 2021 weltweit ein umfassender Impfschutz vor dem COVID-19-Virus bestehen wird. Außerdem sind mögliche Spätfolgen bei einer Erkrankung und die Frage der Wiederansteckung derzeit noch nicht abzusehen.“

Auch Kulzer und Candulor habe ihre Teilnahme an der IDS 2021 abgesagt. Ebenso Dentsply Sirona und medentis medical. Der Wasser- und Hygieneexperte Blue Safety hingegen sagt, dass die IDS 2021 auch in Coronazeiten umsetzbar sei, wenn das Hygiene- und Sicherheitskonzept strikt eingehalten wird.

Shera-Geschäftsführer Jens Grill ist davon überzeugt, dass das Wohlergehen der Dentalbranche insgesamt – und so auch das der Shera – nicht davon abhängt, ob die IDS einmal ausfällt oder nicht. Außerdem fehle das Vertrauen in die Funktionalität der Hygienekonzepte und in die Disziplin bei der Umsetzung, „wenn zigtausend Menschen aller Nationen auf engem Raum aufeinandertreffen“.

Gleichzeitig sei der finanzielle Aufwand für eine Messe immens. Ein Blick in die sozialen Medien zeige, dass die Akzeptanz gering sei und „viele Zahntechniker nicht zur Messe kommen werden“. Auch vor diesem Hintergrund werde klar: „Aufwand und Nutzen der IDS 2021 sind in einem wirtschaftlichen Missverhältnis für die Aussteller. Das Team der Shera steht hinter der Entscheidung der Unternehmensleitung und wartet gespannt darauf, ob Shera-Chef Jens Grill noch in einen Besen beißen muss.“

VDDI: Anfang Oktober Entscheidung über IDS 2021

Die Mitgliederversammlung des Verbands der Deutschen Dental-Industrie (VDDI) und die Gremien Vorstand und Beirat hatten im Juli die Koelnmesse und die GFDI mbH mit der Ausarbeitung von Szenarien und Kriterien beauftragt, um Anfang Oktober eine erfolgreiche Teilnahme an der IDS 2021 objektiv bewerten zu können. „Wir haben diesen als spätestmöglichen Zeitpunkt für eine endgültige Entscheidung in der sich extrem schnell entwickelnden und wandelnden Situation identifiziert“, sagt VDDI-Vorsitzender Mark Stephen Pace. „Wir wissen, dass es sich kein Aussteller, ob Neu- oder Stammaussteller, ob VDDI-Mitglied oder Nicht-Mitglied, leicht macht mit seiner Entscheidung.“ Das hatte der VDDI mitgeteilt, nachdem Dentsply Sirona seine Absage an der IDS 2021 öffentlich gemacht hatte. Hier die komplette Stellungnahme des VDDI.

Wie die Veranstalter der Internationalen Dental Schau mit der Coronapandemie umgehen, beschreiben sie unter anderem auf der Homepage der IDS. 2Die Sicherheit unserer Aussteller, unserer Besucherinnen und Besucher sowie unserer Mitarbeitenden hat für uns die höchste Priorität.“