Die Jury beurteilte die amorphen Legierungen von Heraeus Amloy als revolutionäres Material, dessen einzigartigemet Kombination von Eigenschaften unterschiedlichen Branchen wie der Luftfahrt, Automotive, Medizin und vielen anderen, gänzlich neue Möglichkeiten und Märkte eröffnet.

Amorphe Metalle werden auch als metallische Gläser bezeichnet und sind eingefrorene metallische Schmelzen. Durch das Schockfrosten der Schmelze haben die einzelnen Atome keine Gelegenheit, ein geordnetes Metallgitter zu bilden. Das so entstehende Material ist besonders flexibel und gleichzeitig äußerst stabil, korrosions- und abriebsbeständig sowie biokompatibel. „Die besonderen Eigenschaften amorpher Metalle bieten viel Potenzial für Innovationen in einer Vielzahl von Industrien“, erklärt Jürgen Wachter, Leiter der Geschäftseinheit Heraeus Amloy. Das Unternehmen verarbeitet amorphe Legierungen sowohl im Spritzguss als auch im 3-D-Druck zu endformnahen Bauteilen im industriellen Maßstab.

Lutz Dietzold, Geschäftsführer des Rates für Formgebung, über den German Innovation Award, der 2020 zum Dritten Mal vergeben wird: „Im Mittelpunkt der Bewertung der eingereichten Innovationen steht die Nutzerzentrierung. Sie ist das Differenzierungsmerkmal des German Innovation Award. Besonders gut gelingt das, wenn die künftigen Nutzer frühzeitig in die Produkt- und Designentwicklung involviert werden. Viele Unternehmen haben das erkannt und setzen auf entsprechende Methoden, um echte Kundenbedürfnisse zu erkennen und darauf aufbauend wirtschaftlich relevante Produkt zu entwickeln.“

Der Rat für Formgebung wurde vom Deutschen Bundestag ins Leben gerufen und wird von der deutschen Industrie gestiftet. Seit 1953 zeichnen die Wettbewerbe Design-, Marken- und Innovationsleistungen von internationalem Rang aus.

Details zu den Bewertungskriterien sind unter www.german-innovation-award.de erhältlich.